Mit Sorge beobachten Antifaschistinnen und Antifaschisten aus dem Raum Passau die immer weiter steigende Aktivität und öffentliche Präsenz des NPD-Kreisverbandes Passau. Wiederum in Fürstenzell, einem Ort, wenige Kilometer von Passau, an dem sich die NPD immer mehr niederlässt, tritt die Partei am 23. Mai erneut für alle sichtbar in Erscheinung: Mit einer ‘Mahnwache’ am Kriegerdenkmal soll geleugnet werden, dass Deutschland am 8. Mai ‘45 befreit wurde. Die NPD wird in Fürstenzell die volksverhetzerische Lüge aussprechen, Deutschland sei am 8. Mai besiegt und besetzt, das Deutsche Volk geschändet und gequält worden.
Die deutsche Politik wäre im Stande, die neo-faschistische Partei zu verbieten, jedoch setzt sie wegen der skandalösen Verwicklung von Ermittlern in die Kreise der Partei und ihrer Szene eine solches Verbot bis heute nicht um. Ausgerechnet von der deutschen Politik allein gelassen, bei der Ausrottung von Nazismus und Faschismus nach dem Potsdamer Abkommen, bleibt nur der Aufruf an die Fürstenzeller BürgerInnen, sich weiterhin kontinuierlich gegen die Anwesenheit der NPD in ihrem Ort zu engagieren; Und zwar genau so, wie sie es bisher taten: Fast beispiellos aktiv für eine Marktgemeinde ! Es sind nicht Antifa und engagierte Jugendliche, die es alleine schaffen würden, Wurzeln der Neonazis im Raum Passau zu vernichten! Auch nicht der Bürgermeister und schon gar nicht die Polizei richten viel aus. Fürstenzell könnte am 23. Mai, an dem Tag der NPD-’Mahnwache’, das Kriegerdenkmal erneut verhüllen; So, wie es auch bei der letzten Kundgebung der NPD schon der rechten Propaganda wirksam entzogen wurde . . .